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    Thema: 35 Jahre nach Tschernobyl


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    Von Cabxxxxxxxxx
    31 Beiträge bisher bisher

    re: 35 Jahre nach Tschernobyl

    Mit dem Thema "Atomkraft" wurde ich seit meiner Kindheit (Jahrgang 1969) konfrontiert, da mein Elternhaus in weniger als 5 km Entfernung zum AKW Grohnde steht. Ich sehe mich z.B. noch 1977 an der Straße stehen und die Demonstranten gegen den Bau an mir vorbei mar***ieren - das "Anti-Atom-Dorf" - die "Schlacht um Grohnde". Geprägt wurde meine Haltung zum Thema auch durch den Deutschlehrer meines Bruders, Walter Hedemann (RIP), der auch als Liedermacher tätig war. Sein Lied "Die endgültige Lösung" (von 1975?) ist sogar auf YT zu finden. 1986 war ich in der 11. Klasse und im Mai machten wir eine einwöchige Klassenfahrt in die damalige DDR (nach Freyburg und Dresden). Die Informationspolitik im Ostblock und die Berichterstattung in den West-Medien führten zu einer ziemlichen Verunsicherung - aber wir fuhren, und das war, im Nachhinein, sehr gut so. Knarzende Geigerzähler, Entsorgung von Frischgemüse und Pilzen (wegen der radioaktiven Niederschläge) und ebenso teilweise Abtragung von Erdreich und Sand auf Spielplätzen etc. prägten diese Zeit. Natürlich habe ich auch die Ambivalenzen erlebt: die Gemeinde Emmerthal wurde durch das AKW Grohnde zu einer der reichsten Gemeinden Niedersachsens. Dadurch konnten Sporthallen, ein Hallenbad, modernere Schulgebäude usw. gebaut werden. Die jährlichen Revisionen bescherten manchem Einwohner einen relativ leichten und guten Nebenverdienst durch Vermieten von Räumen. Nebenbei: Durch den Wegfall der Gewerbekapitalsteuer gingen die Einnahmen später drastisch zurück und um 23 Uhr wurde im Ort die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet. Mit dem AKW nebenan. Ich selbst habe ab 1990 beim damaligen regionalen Energieversorger in Hameln gearbeitet und dabei Einblicke in die Kostenrechnung/Kalkulation gewonnen. Lediglich wegen des AKW waren die kWh-Preise überhaupt möglich. Und ums Kohlekraftwerk/die MVA war die Luft auch ohne Messgeräte spürbar schlechter, trotz Rauchgasreinigung. Bei mir ist es dennoch immer bei der ablehnenden Haltung zur Atomkraft geblieben. Das Risiko ist sicherlich gering, nur haben wir gesehen, dass der Fall der Fälle dann umso schlimmer werden kann. Wichtiger aber war mir stets das bis heute völlig ungelöste Problem der Entsorgung. Hedemann sang damals zum Müll: "... denn der wird ja gut verpackt und eingeweckt und gut versteckt. Um den kümmert sich dann schon die übernächste Generation ..." Und eben nicht nur die, sondern auch die folgende und folgende und ... Fazit: Es wäre besser gewesen, die "Atomkraft? Nein, danke!" hätte sich damals durchsetzen können, aber immerhin kommt jetzt endlich der Ausstieg. Auch der Weg hinaus beginnt damit, dass jemand den ersten Schritt unternimmt. PS: Sorry, ist etwas lang geworden, aber die Erinnerungen haben mich hier in Sao Paulo so weit weg getragen.

    26.04.2021 um 11:37 Profil Email Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
    Von silxxxx
    161 Beiträge bisher bisher

    re: 35 Jahre nach Tschernobyl

    Ich kann mich noch sehr gut an Tschernobyl erinnern. Ich war damals im 9ten Schuljahr. Nach der Katastrophe sind wir im Physikunterricht mit dem Geigerzähler nach draussen und haben gemessen, wie hoch der Sand im Sandkasten auf dem Schulhof verstrahlt ist. Ich kann mich noch erinnern, dass wir besorgniserregende Messergebnisse hatten. Diese haben wir dann zusammen mit unserem Physiklehrer and den Schuldirektor weitergegeben. In den 80igern war man allerdings noch ein wenig blauäugig und wußte auch nicht so genau. Na jedenfalls wurde der Spielplatz auf dem Schulhof für ein paar Wochen gesperrt und hoffte, dass dann die Strahlung verflüchtigt hätte. War halt so.... Beeinflußt hat mich seit den frühen 80igern, dass Haarspray und Deo das Ozonloch vergrößert. Diese Erkenntnis war für mich als Teenager dramatisch. Ich benutze seither kein Haarspray mehr und nur noch Deo-Roller, obwohl ja mittlerweile alle FCKW-frei sind/sein sollten. Das hat sich bei mir eingebrannt.

    26.04.2021 um 13:08 Profil Email Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
    Von Leaxxx
    28 Beiträge bisher bisher

    re: 35 Jahre nach Tschernobyl

    Ich war damals 1 und wurde nicht mehr mit Flaschenmilch gefüttert Kann mich dementsprechend nicht erinnern, aber durch Erzählungen weiß ich halt, dass es für Kinder hieß, drinnen zu bleiben und man halt zusehen musste, die Nahrung anzupassen. Ich habe Chernobyl schon Ende 2019 gesehen, als die Serie rauskam. Ich mag die ungeschonte Realität der Serie. Etwas, das bis heute seitens der Russen bezüglich Chernobyl nicht selbstverständlich ist.

    26.04.2021 um 16:32 Profil Email Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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